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Ausschreibungen & LV

Leistungsverzeichnis-PDF auslesen und Positionen automatisch anlegen

Bei Ausschreibungen kostet es oft viel Zeit, Leistungsverzeichnis-PDFs manuell zu lesen, Positionen zu übertragen und die Unterlagen für das Angebot aufzubereiten. Genau hier hilft KI: PDF einlesen, Positionen erkennen und automatisiert anlegen. Dieser Beitrag zeigt, wie das funktioniert und was es im Betriebsalltag konkret spart.

Das Problem: LV-Positionen abtippen kostet Tage

Wer regelmäßig an Ausschreibungen teilnimmt, kennt den Ablauf: Das Leistungsverzeichnis kommt als PDF mit 40, 80 oder 200 Positionen. Bevor kalkuliert werden kann, muss jede Position ins eigene System – Positionsnummer, Beschreibung, Menge, Maße. Bei einem größeren LV ist damit ein Mitarbeiter einen halben oder ganzen Tag beschäftigt, und jede Übertragung ist eine potenzielle Fehlerquelle.

Das Tückische: Diese Arbeit fällt an, bevor klar ist, ob der Auftrag überhaupt gewonnen wird. Je aufwendiger die Vorbereitung, desto weniger Ausschreibungen kann ein Betrieb realistisch bearbeiten – und desto weniger Chancen hat er im Markt. Viele Betriebe lassen attraktive Ausschreibungen allein deshalb liegen, weil die Kapazität fürs Abtippen fehlt.

Was beim Auslesen von Leistungsverzeichnis-PDFs passiert

Die KI liest Ausschreibungsunterlagen direkt aus dem PDF, erkennt relevante Positionsinhalte und bereitet sie so auf, dass daraus strukturierte Positionen entstehen können. Das ist besonders wertvoll, wenn viele ähnliche Positionen, Varianten oder umfangreiche LV-Dokumente bearbeitet werden müssen.

Aus dem Dokument wird eine Arbeitsliste: Jede erkannte Position steht strukturiert bereit – mit den Angaben aus dem LV, bereit für die fachliche Prüfung. Der Anwender kontrolliert und korrigiert, statt abzutippen. In der Praxis reduziert das die Vorbereitungszeit von Stunden auf Minuten.

Besonders bei LVs mit vielen ähnlichen Positionen – etwa 30 Fenster in vier Varianten – zeigt sich der Vorteil: Die KI unterscheidet die Varianten zuverlässig anhand der Beschreibungstexte, während beim manuellen Übertragen genau hier die Verwechslungen passieren, die später teuer werden.

Warum das im Fensterbau relevant ist

  • Weniger manuelles Abtippen von Positionen aus Ausschreibungen – die häufigste und ödeste Fehlerquelle entfällt.
  • Schnellere Vorstrukturierung für Angebot, Kalkulation und weitere Bearbeitung – mehr Ausschreibungen in derselben Zeit.
  • Reduzierung von Übertragungsfehlern zwischen PDF und System – was im LV steht, steht auch in der Position.
  • Bessere Ausgangsbasis für das Aufmaß: Die Positionen aus dem LV sind beim Vor-Ort-Termin bereits angelegt; der Monteur misst direkt in die vorbereiteten Positionen. So schließt sich der Kreis zum digitalen Aufmaß.
  • Saubere ERP-Prozesse: Vom LV über das Aufmaß bis zur Übergabe an Klaes oder FenOffice NG bleibt alles ein durchgängiger Datensatz – Details im Beitrag Fensteraufmaß mit Klaes.

Typischer Einsatz im Alltag

  1. Ausschreibungs-PDF hochladen: Das LV-Dokument in die Ausschreibungs-Auswertung der Aufmaß App laden.
  2. Positionen automatisch auslesen lassen: Die KI erkennt Positionsnummern, Beschreibungen und Mengenangaben und strukturiert sie.
  3. Prüfen und anlegen: Die erkannten Positionen fachlich kontrollieren, bei Bedarf korrigieren und in den Auftrag übernehmen.
  4. Weiterarbeiten: Angebot kalkulieren, den Aufmaß-Termin mit vorbereiteten Positionen fahren und das Ergebnis in den ERP-Prozess übergeben.

Rechenbeispiel: was die LV-Auswertung konkret spart

Nehmen wir ein mittleres Leistungsverzeichnis mit 80 Fensterpositionen. Für das manuelle Übertragen – lesen, verstehen, anlegen, kontrollieren – sind zwei bis drei Minuten pro Position realistisch. Das ergibt drei bis vier Stunden konzentrierte Büroarbeit, bevor die eigentliche Kalkulation beginnt.

Mit der automatischen Auslese schrumpft dieser Schritt auf das Hochladen des PDFs und die fachliche Prüfung der erkannten Positionen – typischerweise 20 bis 30 Minuten. Bei einem Betrieb, der zwei solcher Ausschreibungen pro Monat bearbeitet, summiert sich das auf rund 70 bis 80 eingesparte Stunden im Jahr.

Der eigentliche Hebel ist aber strategisch: Wenn die Vorbereitung einer Ausschreibung nur noch eine halbe Stunde kostet, kann der Betrieb an mehr Ausschreibungen teilnehmen – und selektiver entscheiden, welche sich lohnen. Die unbezahlte Fleißarbeit hört auf, der Filter wird die Kalkulation, nicht das Abtippen. Und weil das Zusatzmodul separat lizenziert wird, lässt sich der Nutzen sauber gegen die Kosten rechnen – bei zwei Ausschreibungen pro Monat geht die Rechnung in aller Regel deutlich auf.

Häufige Fragen zur LV-Auswertung

Welche Leistungsverzeichnisse kann die KI auslesen?

Ausschreibungsunterlagen im PDF-Format – auch umfangreiche Dokumente mit vielen Positionen, Varianten und Beschreibungstexten.

Muss ich die ausgelesenen Positionen noch prüfen?

Ja – die KI liefert den strukturierten Entwurf, die fachliche Prüfung bleibt beim Anwender. Prüfen und Korrigieren ist aber um ein Vielfaches schneller als komplettes Abtippen.

Ist die LV-Auswertung im Standardumfang enthalten?

Nein, das LV-Tool ist ein eigenständiges Zusatzmodul und wird separat lizenziert – die Konditionen stehen in der Preisliste (siehe Infobox).