Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: Februar 2026
1. Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die zwischen Meister Weber, Andreas Weber (im Folgenden „Anbieter" genannt), und seinen Kunden (im Folgenden „Nutzer" genannt) über die Nutzung der Aufmaß App und damit verbundener Dienste abgeschlossen werden.
Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, also an natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Ein Vertragsabschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen.
Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
2. Leistungen, Registrierung und Vertragsschluss
Der Anbieter stellt Softwarelösungen (insbesondere die Aufmaß App) als Software-as-a-Service (SaaS) bereit. Der Leistungsumfang richtet sich nach dem jeweils gewählten Tarif (z. B. Lite, Pro, Flat-Rate) und der aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website.
Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Nutzers in der App oder auf der Website und die Annahme durch den Anbieter (z. B. durch Freischaltung des Accounts) zustande. Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, Unternehmer im Sinne des § 14 BGB zu sein. Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und seine Zugangsdaten vor dem unbefugten Zugriff Dritter zu schützen.
3. Preise und Zahlungsbedingungen
Die ersten 25 Messungen (Lite-Tarif) werden dem Nutzer kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die weitere Nutzung nach Verbrauch der Freimessungen fallen Gebühren an, die sich nach der jeweils aktuellen Preisliste auf der Website richten. Alle angegebenen Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Tarif monatlich, jährlich oder nach einem bestimmten Kontingent an Messungen (z. B. alle 300 Messungen). Bei Zahlungsverzug des Nutzers ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur App bis zur vollständigen Begleichung der offenen Forderungen zu sperren. Gesetzliche Verzugszinsen bleiben vorbehalten.
4. Laufzeit und Kündigung
Die Laufzeit des Vertrages richtet sich nach dem gewählten Tarif (monatlich oder jährlich). Verträge verlängern sich automatisch um die jeweilige Vertragslaufzeit, sofern sie nicht von einer der Parteien fristgerecht gekündigt werden.
Monatliche Tarife können mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende gekündigt werden, jährliche Tarife mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Vertragsjahres. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Eine Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail).
5. Nutzungsrechte (Lizenz)
Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Software bestimmungsgemäß zu nutzen.
Es ist dem Nutzer untersagt, die Software zu kopieren, zu modifizieren, zu dekompilieren (Reverse Engineering), Dritten entgeltlich oder unentgeltlich zur Verfügung zu stellen oder in einer Weise zu nutzen, die die Sicherheit oder Verfügbarkeit der Software beeinträchtigt.
6. Erreichbarkeit, SLA und Aktualisierungen
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der App. Eine 100%ige Erreichbarkeit kann technisch nicht garantiert werden. Geplante Wartungsfenster werden dem Nutzer soweit möglich rechtzeitig angekündigt.
Der Anbieter stellt regelmäßige Aktualisierungen (Updates) der App bereit, soweit dies zur Aufrechterhaltung der Vertragsmäßigkeit der Software erforderlich ist (vgl. §§ 327 ff. BGB analog). Wesentliche Änderungen des Funktionsumfangs werden dem Nutzer mitgeteilt. Ein Anspruch auf die Bereitstellung bestimmter zukünftiger Funktionen oder Features besteht nicht.
Ausfälle aufgrund von Wartungsarbeiten, Updates, Störungen im Internet oder höherer Gewalt berechtigen den Nutzer nicht zur Minderung der Vergütung oder zur Geltendmachung von Schadensersatz, soweit der Anbieter diese Umstände nicht zu vertreten hat.
7. Haftungsbeschränkung
7.1 Unbeschränkte Haftung: Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen. Ebenso haftet der Anbieter unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder leitenden Angestellten beruhen sowie für arglistig verschwiegene Mängel.
7.2 Beschränkte Haftung bei leichter Fahrlässigkeit: Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.
7.3 Haftungsausschluss im Übrigen: Im Übrigen – insbesondere bei einfacher Fahrlässigkeit für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn oder Datenverluste – ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen. Dies gilt entsprechend für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter, leitenden Angestellten und sonstigen Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
7.4 Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und zwingende gesetzliche Haftungsregelungen bleiben von den vorstehenden Beschränkungen unberührt.
8. Mängelhaftung (Gewährleistung)
Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software in einem für den vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand. Da es sich um eine SaaS-Lösung handelt, gelten die Regelungen über die Miete (§§ 535 ff. BGB) entsprechend.
Der Nutzer ist als Unternehmer verpflichtet, erkannte Mängel unverzüglich schriftlich zu rügen (§ 377 HGB analog). Der Anbieter wird gemeldete Mängel innerhalb angemessener Frist beheben. Eine Garantie dafür, dass die Software fehlerfrei, sicher oder ununterbrochen funktioniert oder dass bestimmte Ergebnisse durch die Nutzung der Software erzielt werden, wird nicht übernommen.
9. Prüf- und Kontrollpflicht des Anwenders
Der Anwender (Nutzer) ist immer und ausnahmslos für die Kontrolle und Überprüfung aller durch die Software generierten, gemessenen, berechneten oder exportierten Ergebnisse, Maße und Daten selbst verantwortlich.
Vor der weiteren Verwendung, Bestellung, Produktion oder Verarbeitung der Daten hat der Nutzer zwingend eine eigenverantwortliche Plausibilitäts- und Richtigkeitsprüfung durchzuführen. Die Nutzung der App entbindet den Nutzer in keinem Fall von seiner fachlichen und gewerblichen Sorgfaltspflicht.
10. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten der Nutzer gemäß der Datenschutzerklärung.
Sofern der Nutzer im Rahmen der Nutzung der App personenbezogene Daten Dritter (z. B. seiner eigenen Endkunden) verarbeitet, ist er selbst für die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen verantwortlich. Der Anbieter agiert in diesem Fall als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Der hierfür erforderliche Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) ist integraler Bestandteil dieses Vertrages und wird dem Nutzer spätestens bei Vertragsschluss elektronisch bereitgestellt. Durch die Nutzung der App im Rahmen einer entgeltlichen Lizenz erklärt der Nutzer sein Einverständnis mit dem AVV.
11. Änderungen der AGB
Der Anbieter behält sich das Recht vor, diese AGB zu ändern, wenn hierfür ein sachlicher Grund vorliegt (z. B. Änderung der Rechtslage, geänderte Rechtsprechung, neue oder geänderte Funktionen der App). Der Nutzer wird über Änderungen mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail informiert.
Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung in Textform, gilt die Änderung als angenommen. In der Mitteilung wird ausdrücklich auf die Bedeutung des Schweigens als Zustimmung und auf das Widerspruchsrecht hingewiesen. Im Falle eines rechtzeitigen Widerspruchs ist der Anbieter berechtigt, das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung ordentlich zu kündigen.
12. Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine dem wirtschaftlichen Zweck möglichst nahekommende, rechtlich zulässige Regelung als vereinbart.
13. Gerichtsstand und anwendbares Recht
Auf Verträge zwischen dem Anbieter und dem Nutzer findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) Anwendung.
Da das Angebot ausschließlich an Unternehmer gerichtet ist, gilt als ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB der Sitz des Anbieters: Fulda (Zuständigkeit: Amts- und Landgericht Fulda). Dies gilt, sofern der Nutzer keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat, nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist.
Der Anbieter ist Mitglied der Industrie- und Handelskammer Fulda (IHK Fulda), Heinrichstraße 8, 36037 Fulda.
Eine Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist nicht vorgesehen, da das Angebot ausschließlich an Unternehmer gerichtet ist.